Uraufführung von Dixit Ecclesiastes

Das Projekt Lichte Stille will neue geistliche Musik in der Kulturregion Bergisches Land fördern.
Zur Projektidee gehört, dass es eine ökumenische Ausrichtung hat und dass Vernetzung hergestellt wird.
 
Ursula Wilhelm und Dieter Leibold hatten für das Konzert in Remscheid die Kirche St. Bonifatius ausgesucht. Seit Jahren stillgelegt findet man diese Kirche heute hinter hohen Bäumen und Büschen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der besonderen Atmosphäre dieses Raumes fasziniert. Diese Atmosphäre besteht im Augenblick besonders darin, dass eben nichts in diesem Raum auf "Leben" hindeutet. Man hat den Eindruck, dass alles zum Stillstand gekommen ist - aber irgendwie doch darauf wartet, wieder weiter zu leben - in welcher Form auch immer.
 
Das Konzert hat einen Anstoß dazu gegeben, darüber nachzudenken, wie man die Kirche St. Bonifatius in Zukunft nutzen könnte. Das Projekt Lichte Stille hat dazu geführt, dass es eine neue Vernetzung gegeben hat - zwischen der Kirchengemeinde und kulturell interessierten Menschen in Remscheid. Wir haben viele Anregungen bekommen und es sind viele Ideen entstanden - was davon wie und wann umgesetzt werden kann hängt nun davon ab, wie man diese Ideen fininzieren kann. Wir freuen uns darauf!
 
Hier sind einige Beiträge als Nachklang zum Konzert "Alles im Fluss"  in St. Bonifatius am 21. Mai 2016

Beitrag der Bergischen Morgenpost vom 24. Mai 2016: Konzert an einem verwunschenen Ort


Beitrag im Remscheider Generalanzeiger am 22. Mai 2016: Uraufführung im Kleinod St. Bonifatius
 

 
Falls Sie Fragen zur Kirche St. Bonifatius oder zu unserem Projekt haben, stehe ich gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.
Dieter Leibold, Telefon: 02191 - 464 95 11, E-Mail

Die Kirche St. Bonifatius in Remscheid

Die Kirche St. Bonifatius in Remscheid

 Zur Pfarrei St. Suitbertus gehören auch die Stadtteile Honsberg und Kremenholl.
1966 lebten dort ca. 2500 Katholiken. Um vor allem älteren Gottesdienstbesucher den Weg hoch zur Kirche St. Suitbertus zu ersparen, beschloss die Kirchengemeinde (Pfr. Heribert Böttcher) ein Grundstück am Engelsberg zu erwerben.

Für den Bau der Kirche beauftragte man 1972 den Architekten Arthur Hoffmann aus Wuppertal. Er hat die Hanglage des Grundstückes geschickt genutzt und auf zwei Ebenen einen Komplex von Kirche, Gemeinderäumen und Dienstwohnungen entworfen.

Die Kirche ist ein fast quadratischer Raum, der den neuen liturgischen Vorstellungen nach dem II. Vatikanischen Konzil gerecht wird. Die Gemeinde versammelt sich um den Altar - die Eucharistiefeier ist der Mittelpunkt der Gemeinde.

Die Gemeinderäume und die Dienstwohnung liegen im unteren Teil und sind - typisch für Gemeinderäume dieser Zeit - nicht nur mit eingerichteter Küche, sondern auch mit einer Kegelbahn ausgestattet.

Den Innenraum der Kirche gestalteten die Maler Heiermann und Wuttke. Man sieht u.a. ein sehr großes Bild des Hl. Bonifatius und eine Darstellung des Gleichnis vom barmherzigen Vater. Die Ausmalungen sind sehr reizvoll. Aus einiger Entfernung sieht es aus, als ob über den Tabernakel ein Tuch gelegt wurde. Das alles ist aber nur aufgemalt.

Die Orgel, die von der Orgelbauwerkstatt Peters aus Köln gebaut wurde, ist mittlerweile verkauft und spielt jetzt in der evangelischen Kirche Sonsbeck am Niederrhein.

Eingeweiht wurde die Kirche am 9. Dezember 1978 von Weihbischof Dr. Klaus Dick.
1978 hätte wohl niemand gedacht, dass die Kirche 2006 wieder geschlossen wird - also nur 28 Jahre später…